Holdinggesellschaften haben häufig andere Bankanforderungen als klassische operative Unternehmen. Statt regelmässiger Kundenzahlungen halten sie beispielsweise Beteiligungen an Tochtergesellschaften, erhalten Dividenden, verwalten Investitionen oder finanzieren andere Unternehmen innerhalb einer Gruppe.
Aus diesem Grund erfordert die Eröffnung eines Geschäftskontos für Holdinggesellschaften oft eine detaillierte Erklärung der Unternehmensstruktur und der erwarteten Finanzaktivitäten.
Was Banken über die Holding wissen möchten
Eine Bank möchte grundsätzlich verstehen, wer die Holdinggesellschaft besitzt und kontrolliert, welche Tochtergesellschaften oder Beteiligungen vorhanden sind und woher die Gelder stammen.
Zu den erforderlichen Unterlagen können Handelsregisterauszüge, Informationen zu Aktionären oder Gesellschaftern, Angaben zu wirtschaftlich Berechtigten, Jahresabschlüsse sowie ein übersichtliches Organigramm gehören.
Schweizer Finanzintermediäre unterliegen Pflichten zur Identifikation ihrer Kunden und der wirtschaftlich Berechtigten. Weitere Informationen bietet die FINMA zur Geldwäschereibekämpfung.
Herkunft der Gelder nachvollziehbar erklären
Holdinggesellschaften können Gelder aus verschiedenen Quellen erhalten, darunter Dividenden, Kapitaleinlagen, Investitionserträge, konzerninterne Darlehen oder der Verkauf von Beteiligungen.
Banken können deshalb Nachweise wie Dividendenbeschlüsse, Darlehensverträge, Investitionsvereinbarungen oder Jahresabschlüsse verlangen. Grössere Transaktionen sollten zur angegebenen Geschäftstätigkeit und Unternehmensstruktur passen.
Konzerninterne Zahlungen richtig dokumentieren
Transaktionen zwischen verbundenen Unternehmen sind bei Holdingstrukturen üblich. Eine Schweizer Holding kann beispielsweise eine ausländische Tochtergesellschaft finanzieren, zusätzliches Kapital investieren oder Ausschüttungen von Beteiligungen erhalten.
Besonders bei grösseren grenzüberschreitenden Transaktionen ist eine klare Dokumentation wichtig. Die Bank muss sowohl die Verbindung zwischen den Unternehmen als auch den wirtschaftlichen Zweck der Zahlung nachvollziehen können.
Bankkonto frühzeitig vorbereiten
Vor der Kontoeröffnung sollten Holdinggesellschaften ihre Eigentumsstruktur, Angaben zu wirtschaftlich Berechtigten, Informationen zu Tochtergesellschaften sowie erwartete Transaktionsvolumen und relevante Länder dokumentieren.
DomizilAdresse unterstützt Unternehmen bei der Einrichtung eines Schweizer Bankkontos. Unternehmen, die zusätzlich einen offiziellen Firmensitz benötigen, können unsere Lösungen für ein Firmendomizil in der Schweiz nutzen.
Eine transparente Struktur und vollständige Unterlagen erleichtern es der Bank, den Zweck der Holdinggesellschaft und ihre geplanten Finanzaktivitäten zu verstehen.
Eine klare Unternehmenspräsenz in der Schweiz schaffen
Ein geeigneter Firmensitz und gut vorbereitete Bankunterlagen bilden eine wichtige Grundlage für eine Schweizer Holdingstruktur. DomizilAdresse unterstützt Schweizer und internationale Unternehmen beim Aufbau und bei der Organisation ihrer Unternehmenspräsenz in der Schweiz.
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